02. – 06. Oktober 2025
Begegnung – Industriekultur – Natur
Voller gespannter Vorfreude haben 38 Reisende die Einladung zur Bürgerfahrt nach Torgau angenommen. Mit dem Reisebus der Firma Hassler startete die Fahrt über Würzburg, Schweinfurt und Ilmenau zur ersten Station, dem Naumburger Dom. Beeindruckt von den Baukünsten und dem einzigartigen Kirchenschiff mit zwei Lettnern und der berühmten Figur, der in fast jedem Kreuzworträtsel vorkommenden Uta, wurde die Fahrt nach Torgau fortgesetzt. Im Sachsenhotel mit überaus engagieren Mitarbeiterinnen war das Quartier für die folgenden Tage erreicht. Oberbürgermeister Henrik Simon ließ es sich nicht nehmen, die Reisenden gleich bei ihrer Ankunft willkommen zu heißen. Auch Eberhard Sowa, vielen Sindelfingern als Nikolaus auf dem Sindelfinger Weihnachtsmarkt bekannt, begrüßte die Gäste.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Begegnung mit Torgauer Bürgerinnen und Bürgern. Nach dem Stadtrundgang und der Führung durch das ehemalige Gartenschaugelände konnte der Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Lebenshilfe Torgau, Oberbürgermeister Henrik Simon und weiteren Vertretern der Stadt Torgau in der Bastion 7 ausgiebig gepflegt werden. Den Abend rundete ein Besuch einer Veranstaltung mit dem Comedian Frowin ab.
Obwohl es der Wettergott nicht ganz so gut meinte, war am Samstag die Tour mit den Kähnen durch den Spreewald ein besonderes Erlebnis. Ruhig glitten die Kähne durch die Spree und ihren Seitenarmen dahin und führen zum Genuss von Natur und Stille.
Katharina von Bora, die Frau Martin Luthers, führte uns zum Abschluss des Tages durch die Stätten ihres Lebens in Torgau und berichtete aus ihrem Zusammenleben und dem Alltag mit dem Reformator Martin Luther.
Ein ganz besonders beeindruckendes Erlebnis erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Besuch des ehemaligen Braunkohletagebaus in Ferropolis. Die Abbaufläche wurde nach Einstellung des wirtschaftlich unrentablen Abbaus nach der Wende geflutet und ist heute ein riesiges Naherholungsgebiet. Fünf der mächtigen Bagger sind dort noch ausgestellt und konnten besichtigt und bestiegen werden. Nach einem guten Mittagessen schloss sich eine Kahnfahrt auf dem See des Wörlitzer Parks, einem großen Teils des UNESCO-Welterbes „Gartenreich Dessau-Wörlitz“, an. Beim Abendessen mit Torgauer Bürgern, untermalt von den Darbietungen eines Dudelsackspielers, hieß es Abschied nehmen von den Freunden in unserer Partnerstadt.
Früh am Morgen wurde die Rückfahrt angetreten. Die Zwischenstation auf der fast 1000 Jahre alten Wartburg war ein weiteres Highlight der Reise. Gesund und voller imponierender Eindrücke kehrte die Reisegruppe, nicht ohne sich mit einem Vesper in einer Weinstube nahe Weinsberg wieder an die schwäbischen Verhältnisse zu gewöhnen, nach Sindelfingen zurück.






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